Holzbau Kompakt. Aus der Praxis. Für die Praxis.

2021: Zwei Vortragstermine im März und April für Experten, Entscheidungsträger und Neugierige

präsentiert vom Holzforum Allgäu e.V.

Die Holzbau Kompakt Veranstaltungsserie meldet sich zurück: mit je einem spannenden Vortrag im März und April 2021. Erstmalig finden die Termine online statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Es können Meisterhaft-Punkte gesammelt werden.

KONZEPT

Wertvolles Wissen von hochkarätigen Experten komprimiert auf den Punkt gebracht: Die Veranstaltungsreihe Holzbau Kompakt widmet sich als Informations- und Qualifizierungsplattform an zwei Abenden den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten

und der hohen Leistungsfähigkeit des Baustoffs Holz. Die erfahrenen Referenten präsentieren zum aktuellen Stand von Baulösungen, Bauphysik und fachlichen Neuerungen ganz getreu dem Motto: „Aus der Praxis. Für die Praxis.“

FÜR WEN

Sie sind Holzprofi, Architekt oder Bauingenieur vom Fach? Sie sind Entscheidungsträger für öffentliche oder private Bauten?

Oder sind Sie einfach nur ganz allgemein an Themen rund um den Baustoff Holz interessiert? Dann sind Sie bei Holzbau Kompakt sehr willkommen.

HINTERGRUND

Bereits seit 2011 veranstaltet das Netzwerk „Holzbau im Wirtschaftsraum Augsburg“ die Vortragsreihe Holzbau Kompakt. Die Teilnehmer erhalten dabei an mehreren Veranstaltungsabenden einen Einblick in verschiedene Themen rund um

Bauen mit Holz. Seit nun mehr vier Jahren überträgt proHolz Bayern das Format in die verschiedenen Regionen Bayerns. Im Allgäu werden die Vorträge jährlich durch den Holzforum Allgäu e.V. organisiert.

SCHALLSCHUTZ IM HOLZBAU:
MASSE ALLEINE HILFT NICHT IMMER

08.04.2021, 18-20 UHR

ADRIAN BLÖDT
BLÖDT HOLZKOMPLETTBAU

Der Holzbau erfreut sich zunehmender Beliebtheit im Geschoßwohnbau. Insbesondere in Gebäudeklasse 3 und 4 führt das den Holzbau in neue Bereiche, die eine spannende Herausforderung darstellen, da sie beim Errichten von Ein- und Zweifamilienwohnhäusern eine eher untergeordnete Rolle spielen bzw. mit geringeren Anforderungen versehen sind. Im Geschoßwohnbau ist die bauakustische Güte einer Konstruktion ein zentraler Baustein, der sich je nach Planungsvernetzung sehr gut mit anderem Disziplinen, wie zum Beispiel dem Brandschutz verknüpfen lässt. Immer mehr rückt eine integrale, vernetze Planung in den Vordergrund. Für den Schallschutz kann es erforderlich sein, dass schwere Gipsbeplankungen oder Schüttungen notwendig sind, was spätestens ab vier Geschoßen einen erheblichen Einfluss auf die statische Durchbildung des Gebäudes haben kann. Kommen

zweilagige, gipsbeplankte Unterdecken zum Einsatz, so können diese bauakustische und brandschutztechnische Vorteile haben, wodurch sich Synergieeffekte nutzen lassen. In der Bauakustik galt lange das Kredo „viel Masse hilft viel“ – neue Forschungsergebnisse lassen jedoch einen differenzierten Blick auf die diese Betrachtungsweise zu.

Adrian Blödt studierte Wirtschaftsingenieurwesen und Bauphysik, genoss zudem eine Zimmererausbildung. Seit 2000 ist er mit einer Zimmerei und Bedachungsfirma selbstständig, betreibt seit 13 Jahren zusätzlich ein Ingenieurbüro für Bauphysik mit Schwerpunkt Schall- und Feuchteschutz. Ergänzend arbeitet er seit 2016 als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Zimmererhandwerk. Sein Wissen hat er bereits in mehreren Publikationen mit der Branche geteilt.

HOLZBAU UND KLIMASCHUTZ:
ÖKOBILANZEN LIEFERN DEN BEWEIS

25.03.2021, 18-20 UHR

PROF. DR.-ING. ANNETTE HAFNER
RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM

Ökobilanzen sind etablierte Methoden zur Quantifizierung der Umweltwirkung eines Gebäudes. Sie ermöglichen es verschiedene Umwelteffekte zu darzustellen. Im Gebäudebereich können so die Umweltparameter unterschiedlicher Konstruktionsarten verglichen und die positiven Klimaeffekte von Holz aufgezeigt werden. Im Rahmen des Projekts THG-Holzbau wurden auf Basis von Ökobilanzen empirische Substitutionsfaktoren für Holzgebäude ermittelt. Neben der klimapositiven Substitutionswirkung der in der Regel energieärmer hergestellten Holzbauprodukte wurde die Kohlenstoffspeicherwirkung des verbauten Holzes im Hinblick auf die Anrechnung unter dem Kyoto-Protokoll quantifiziert. Damit kann dargestellt werden, welche Auswirkungen

eine Erhöhung der Holzbauquote auf nationaler Ebene für die Erreichung der Klimaschutzziele haben kann. Anhand eines aktuellen Beispiels wird eine praktische Umsetzung gezeigt.

Frau Prof. Dr.-Ing. Annette Hafner leitet den Lehrstuhl Ressourceneffizientes Bauen an der Ruhr-Universität Bochum. Arbeitsschwerpunkt ist die Umsetzung von ressourcenschonenden Baukonstruktionen, Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen und nachhaltiges Bauen. Zusätzlich ist sie Mitglied im wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik beim BMEL, in der Steuerungsgruppe Charta für Holz 2.0, am Runden Tisch Nachhaltiges Bauen sowie Ressourceneffizienz (BBSR).

 

 

Kostenlose Anmeldung über Eventbrite

Die Zugangsdaten für den Online-Vortrag (Zoom) werden im Vorfeld der Veranstaltung per E-Mail an alle gemeldeten Teilnehmer verschickt.

 

 

Beide Veranstaltungen werden für Mitglieder der Zimmerer-Innungen mit je 50 3*-Meisterhaft-Punkten gewertet. Mitglieder der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau erhalten für jede Veranstaltung 2,50 Zeiteinheiten.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Für Rückfragen stehen wir unter info@holzforum-allgaeu.de zur Verfügung.