Der Holzforum Allgäu e.V. auf der Festwoche 2017

Holzforum Allgäu e. V. :: Der Holzforum Allgäu e.V. auf der Festwoche 2017
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Allgäu Holz – von hier für uns! Die Region als Zukunftschance und Wettbewerbsvorteil

Das Holzforum Allgäu auf der Festwoche 2017
Der Holzforum Allgäu e.V. war dieses Jahr wieder doppelt auf der Festwoche vertreten. Neben dem bekannten Allgäuer Holztag im Kornhaus Kempten, gab es alle Informationen zum Verein und der Marke AllgäuHolz auch in Halle 11 während der gesamten Festwochenzeit. 


Allgäuer Holztag
Allgäu Holz – von hier für uns! Die Region als Zukunftschance und Wettbewerbsvorteil. Unter diesem Schwerpunkt lief der dritte Allgäuer Holztag des Holzforum Allgäu am 16.08.2017 im Kornhaus Kempten. Neben den Referenten Andreas Täger, Geschäftsführer AllgäuHolz Markenverband, und Markus Brunner, Direktor WaldSchweiz waren auch Thomas Kiechle, Oberbürgermeister Kempten, Anton Klotz, Aufsichtsratsvorsitzender Allgäu GmbH, Martin Bentele, Kuratoriumsvorsitzender proHolz Bayern sowie weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft geladen. Insgesamt waren rund 150 Gäste anwesend. Für die musikalische Untermalung sorgte die Jagdhornbläsergruppe des Kreisjagdverbands Kempten und das Mehrweg-Terzett mit Erich Hipp, Thomas Kühling und unserem Mitglied Wolfgang Gruber.

Die Etablierung einer Regionalmarke ist kein Leichtes, in der heutigen Zeit aber wichtiger denn je. Die Verbraucher interessieren sich zunehmend für kurze Transportwege, Klimafreundlichkeit und die Unterstützung der Region. Sie wollen Sicherheit über die Herkunft ihrer Produkte und das längst nicht mehr nur bei Lebensmittel.
AllgäuHolz ist so ein Herkunftsnachweis und zwar für Holz aus der Region. Gemeinsam mit dem Allgäuholz Markenverband hat das Holzforum diesen Nachweis ins Leben gerufen und arbeitet nun an dessen Verbreitung.

Die Wald- und Holzbranche ist ein immer wichtiger werdender Wirtschaftsfaktor vor allem für die anstehenden Veränderungen und Anpassungen an den laufenden Klimawandel. Holzverarbeitung ist Zukunft, regionale Holzverarbeitung ist Zukunft mit Wertschöpfung. Die Rolle der Marke innerhalb dieses Systems erläuterte Andreas Täger in seinem Vortrag „AllgäuHolz – kein Holzweg für das Allgäu“:
Die Idee des Herkunftsnachweises entstand bereits vor 17 Jahren, doch erst 2017 ist es endlich gelungen das Konzept umzusetzen. Das lag laut Täger vor allem daran, weil die Beteiligten „mit der Idee AllgäuHolz der Zeit einfach voraus“ waren. Doch nun steht die Marke für das Allgäu, seine Wertschöpfungskette Holz, seine Wirtschaftskraft und für naturnahe Waldbewirtschaftung.  Egal ob beim Hausbau, der Einrichtung oder im täglichen Leben außerhalb der eigenen 4 Wände, Holz umgibt uns überall. Es ist wichtig auf seine Herkunft zu achten. Durch die bevorzugte Verwendung von regionalem Holz profitieren der Tourismus, die Wirtschaft, die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinden, die Lebensqualität der Bevölkerung, die Kommunen als Lebensmittelpunkt der Bewohner und auch der Endverbraucher.

Das dies funktioniert, zeigte Markus Brunner, Direktor WaldSchweiz, in seinem Vortrag „Nationale und regionale Herkunftszeichen für Holz: Umsetzung, Chancen und Grenzen – Erfahrungen aus der Schweiz“ auf. Das Herkunftszeichen Schweizer Holz ist mittlerweile fest etabliert auf dem Schweizer Holzmarkt. Es wird in allen Bereichen der Holzverarbeitung eingesetzt und ist nicht teurer als nicht-regionales Holz. Sein Erfolg hängt jedoch vom Einsatz der Betriebe ab. Während die Waldwirtschaft und die Holzindustrie sich von Beginn an stark beteiligten, brauchte es in anderen Bereichen etwas mehr Überzeugungsarbeit. Zudem ist stetige Aufklärung und Information ein wichtiger Punkt. Deshalb laufen in der Schweiz regelmäßige Kampagnen um die Marke zu bewerben. Dies funktioniert sehr gut für die landesweite Dachmarke. Die Chance von Regionalmarken sieht Brunner eher bei der Vermarktung von Spezialitäten und besonderen Hölzern sowie der exakten Herkunftsbestimmung. Etwas, das mit AllgäuHolz geboten wird.

„Bei den Sägern gibt es ein gewaltiges Potenzial“, so Peter Fickler, Sprecher der Allgäuer Sägerrunde, während des anschließenden Experteninterviews. Er steht hinter der Marke, sieht aber noch einen langen Weg vor sich. Stefan Holzer, Obermeister der Schreinerinnung Oberallgäu, erhofft sich von der Marke vor allem eine bessere Verfügbarkeit von speziellen Hölzern. Gleichzeitig sieht er die Schreiner in der Pflicht, den Herkunftsnachweis anzubieten. Bei der Verbreitung sind sie ein wichtiger Multiplikator in der Wertschöpfungskette. Für Zimmermeister Richard Forster punktet die Marke vor allem mit der kurzen Beschaffungskette. Hierauf legen Allgäuer Zimmerer bereits jetzt großen Wert, weshalb er dieses Argument als das schlagkräftigste für seine Branche ansieht. Trotzdem sei bei vielen Kunden noch immer der Preis und nicht die Qualität oder andere Vorteile ausschlaggebend. Hier sieht er das größte Problem. Regionales Holz darf nicht teurer sein, als Holz aus dem Ausland. Auch Martin Bentele, Sprecher von proHolz Bayern, ist der Meinung „wenn es wo funktioniert, dann im Allgäu“. Als landesweiter Vertreter hat für ihn allerdings die Verbreitung eines gemeinsamen Dachlabels Priorität. Das Fazit: Die Regionalmarke hat großes Potenzial und könnte ein großer Vorteil für die Region werden. Die Umsetzung und Verbreitung bietet allerdings noch viel Gesprächsbedarf, der bereits im Anschluss bei einem kleinen Imbiss Raum fand. 
 
Allgäu – i weiß, wo´s herkommt
Unter dem Motto „Allgäu – i weiß, wo´s herkommt“ präsentierte sich das Holzforum neben dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, MUVA, der Ökomodellregion und dem Bauernhofcafé in Halle 11. Zahlreiche Besucher nahmen die Gelegenheit war und informierten sich an unserem Stand über die Tätigkeiten des Vereins, der Marke AllgäuHolz und welche Rolle PEFC dabei spielt. Der krönende Abschluss war ein spontanes Alphorn Konzert unseres Vorsitzenden Hugo Wirthensohns und seinen Kollegen.
 
Ein besonderer Dank gilt dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie proHolz Bayern für ihre Unterstützung unseres Festwochenauftritts!

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