Cluster und proHolz Bayern treffen Politik im Allgäu

Holzforum Allgäu e. V. :: Cluster und proHolz Bayern treffen Politik im Allgäu
Pressebild (Bildrechte Holzforum Allgäu e.V.): Die Teilnehmer der Gesprächsrunde vor dem Grünen Zentrum in Immenstadt: (v.l.n.r.): Martin Bentele, Dr. Ulrich Sauter, Thomas Kreuzer MdL, Dr. Jürgen Bauer, Angelika Schorer MdL, Xaver Haas, Peter Fickler, Prof. Dr. Hubert Röder, Hugo Wirthensohnvergrößern

Pressebild (Bildrechte Holzforum Allgäu e.V.): Die Teilnehmer der Gesprächsrunde vor dem Grünen Zentrum in Immenstadt: (v.l.n.r.): Martin Bentele, Dr. Ulrich Sauter, Thomas Kreuzer MdL, Dr. Jürgen Bauer, Angelika Schorer MdL, Xaver Haas, Peter Fickler, Prof. Dr. Hubert Röder, Hugo Wirthensohn

Cluster und proHolz Bayern treffen Politik im Allgäu

Wald und Holz könnten noch mehr für den Klimaschutz machen

Die Sprecher der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern Xaver Haas und Prof. Dr. Hubert Röder sowie der Vorsitzende des Kuratoriums von proHolz Bayern Martin Bentele luden am Freitag den 23. Juni den Fraktionsvorsitzenden Thomas Kreuzer MdL und Frau Ausschussvorsitzende Angelika Schorer MdL zu einem Gesprächstermin ins Grüne Zentrum Immenstadt ein. Gemeinsam mit dem Holzforum Allgäu, vertreten durch 1. Vorstand Hugo Wirthensohn ging es um die Themen bayerische Bauordnung, die Überwindung von Hemmnissen beim Bauen mit Holz und die potentielle Einführung eines CO2 Bonus.

Als Beginn einer Vorstellungsrunde bei Politik und Verbänden trafen die Sprecher der ClusterInitiative Forst und Holz in Bayern, Xaver Haas und Professor Dr. Hubert Röder sowie der Kuratoriumsvorsitzende von proHolz Bayern, Martin Bentele, mit dem Vorsitzenden der CSUFraktion im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer MdL zusammen. Als Ort hatte man bewusst das Grüne Zentrum in Immenstadt (Lkr. Oberallgäu) in Kreuzers Wahlkreis gewählt. Mit dabei war auch die Nachbarabgeordnete aus dem Ostallgäu und Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag, Angelika Schorer. Das Grüne Zentrum, ein auffälliges, dreistöckiges Verwaltungsgebäude in Immenstadt ist ein Musterholzbau, der von 9 verschiedenen Verbänden und Einrichtungen wie u.a. dem Landwirtschaftsamt genutzt wird. Der Stellvertretende Amtsleiter Dr. Ulrich Sauter erläuterte bei einer Führung das dem Gebäude zugrunde liegende Konzept und betonte die Akzeptanz der Mitarbeiter: „Sie fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz hier wohl!“ Zu Beginn der Gesprächsrunde stellte proHolz Bayern Kuratoriumsvorsitzender Bentele das Potenzial der heimischen Forst- und Holzwirtschaft dar, was besonders für den Klimaschutzaspekt gelte. So stelle die durch die Speicherung von Kohlenstoffdioxid (CO2) in Wald sowie bei der stofflichen und energetischen Nutzung von Holz erzielte Klimarelevanz mit knapp 20 Mio. Tonnen (t) rd. ein Viertel des im Freistaat jährlich emittierten CO2 dar. Will man diese Funktion erhalten, müsse auch künftig die Holzbereitstellung gesichert sein. Die Herausforderung werde sein, den zunehmenden strukturellen Problemen bei der Erbfolge im Kleinprivatwald erfolgreich zu begegnen. Kreuzer und Schorer erkannten die Notwendigkeit, hier vielfältige Modelle zur Ansprache und Kontaktaufnahmen bereit zu stellen. Zudem habe man sich bereits mit der Evaluierung der forstlichen Förderung befasst.
 
Das Thema Nationalpark bleibt ein Dauerbrenner bei Forst und Holz. Prof. Dr. Röder bat die Abgeordneten darauf zu achten, dass bei den Zuständigen in der Staatsregierung weiterhin die vorgegebenen Faktoren „naturschutzrechtliche Eignung und das breite Einverständnis vor Ort“ geprüft würden. Clustersprecher Haas konfrontierte die Abgeordneten mit den Rahmenbedingungen für den Holzbau. „Es muss nicht alles in Holz gebaut werden, aber die Voraussetzungen sollten so sein, dass Holz bei der Planung von Gebäuden nicht durch Regelungen benachteiligt ist“, lautete sein Petitum. Man war sich einig, dass im zuständigen Wirtschaftsausschuss im Landtag die Diskussionen in die richtige Richtung liefen. Die Zukunft der Clusterinitiative Forst und Holz war ebenfalls Bestandteil der Diskussion. ClusterGeschäftsführer Dr. Jürgen Bauer skizzierte die Struktur der sehr kleinteiligen Forst- und Holzwirtschaft. Bei Thomas Kreuzer traf er damit auf Verständnis: „Die Forst und Holzwirtschaft ist eine wichtige Säule unseres ländlichen Raums in Bezug auf Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Zur Stärkung der Innovationskraft braucht es auch in Zukunft eine staatliche CoFinanzierung der Clusterarbeit“. Die Vorbildrolle des Allgäus bei der Holzverwendung präsentierte abschließend der Vorsitzende des Holzforums Allgäu, Hugo Wirthensohn. Auch wenn man schon Erfolge vorweisen könne, sei man aber noch lange nicht da, wo man hin wolle. Wegweisend könnte hier ein Modell sein, wie es von der Stadt München mit einem CO2Bonus umgesetzt werde, das den Einsatz regionaler nachwachsender Rohstoffe honoriert. Schorer und Kreuzer, beide im Allgäu auch kommunalpolitisch aktiv, vernahmen es mit Interesse.

Quelle: Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern gGmbH

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